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Preisausschreiben
Wie heißt der legendäre DEFA-Spielfilm, der 1973 in Friedrichshain gedreht wurde?
"Berlin. Es ist Winter. In einer alten Straße sprengen sie wieder Häuser. Das erste. Das zweite. Sie fallen in sich zusammen. Als sich die unvermeidlichen Staubwolken verziehen, werden die Fassaden neuer Bauten sichtbar. Ein drittes altes Haus. Hier wird noch ausgezogen. Ein Möbelwagen steht vor der Haustür. Neugierige haben sich angesammelt. Nichts ist so interessant wie fremde Einrichtungen, wenn sie von Möbelpackern auf die Straße getragen werden."
So beginnt das Drehbuch zu einem der bekanntesten Filme aus den DEFA-Studios. Der Film wird seit sieben Jahren im Studio-Kino "Börse" gezeigt und gilt als DDR-Kultfilm. Die beiden Hauptpersonen der Liebesgeschichte leben einander gegenüber in der Singerstraße. Doch es dauert lange, bis sie sich finden.
Er ist persönlicher Referent in einer Außenhandelsbehörde und wohnt mit seiner schönen, aber leicht beschränkten Frau und seinem kleinen Sohn in einem neuen Plattenbau. Sie lebt auf der anderen Straßenseite in einem Abbruchhaus, in dem sonst nur noch Rentner wohnen. Im Hinterhof ist das kleine Kino "Elektra Lichtspiele", der Ton dringt bis in ihr Schlafzimmer. Der Kohlenhändler trägt die Briketts nicht in den Keller, sondern kippt sie einfach vor dem Haus ab, während sie in der Flaschenannahme einer großen HO-Kaufhalle arbeitet, wo Massen ungeduldiger Bauarbeiter ihre Bierflaschen zurückgeben. Ihre zwei Kinder stammen von verschiedenen Männern, die sie nach kurzer Zeit wieder rausgeschmissen hat. Nun scheint sie endlich entschlossen, dem beständigen Werben des ältlichen Reifenhändlers Saft nachzugeben, den sie zwar nicht liebt, der ihr aber ein sorgloses Leben in einem neuen Eigenheim mit allem Drum und Dran bietet.
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Doch vorher will sie noch einen drauf machen: In einer Bar begegnet sie dabei ihrem Nachbarn von gegenüber, und es funkt. Sie treffen sich zunächst in seiner Garage, dann in ihrer Wohnung. In einem Traum schippern sie in ihrem Bett auf einem Spreekahn über die Rummelsburger Bucht. Das Glück scheint perfekt, doch es treten bald Komplikationen auf: Er fürchtet, bei einer Scheidung von seiner Frau seinen Sohn und seine Stellung zu verlieren, und sie wendet sich enttäuscht wieder dem Reifen-Saft zu. Der Titelheld besinnt sich jedoch eines besseren, verlässt seine Ehefrau, geht nicht mehr zur Arbeit und lagert tagelang vor der Wohnung der Titelheldin, die ihn nicht hereinlassen will. Schließlich besorgt er sich eine Axt und zertrümmert ihre morsche Wohnungstür, worauf sie irgendwie zu warten schien. Die Liebenden fallen sich in die Arme.
Doch die Geschichte endet tragisch: Sie stirbt bei der Geburt ihres dritten Kindes. Zum Schluss wird auch das letzte alte Haus in der Singerstraße gesprengt.
Heute steht hier - "anstelle ehemaliger trostloser Mischbebauung von Arbeits- und Wohnstätten", wie es in einem Architekturführer von 1974 heißt ? eine Kaufhalle. Hinterhofkinos und Reifenhändler gibt es hier nicht mehr. Der Neubau gegenüber ist mittlerweile mit Wärmedämmplatten verkleidet.
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Einsendeschluss ist der
21. Januar 2003.
Unter den Einsendungen mit der richtigen Antwort verlosen wir folgende Preise:
1. Preis
Gutschein für Cocktailabend im Lokal "Blühende Landschaften",
Samariterstraße 29
(30 Euro)
2. Preis
Zwei Karten für eine Stadtführung/Friedrichshain (je 8 Euro)
3. Preis
Zwei Kinokarten für das Kino"Intimes"
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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Lösung des letzten Rätsels:
Die Markthalle VIII stand in der Singerstraße (vor 1926: Grüner Weg) zwischen Kraut- und Andreasstraße, an der Stelle der heutigen Sprachbehindertenschule.
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