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Raumausstatter Osladil & Piroddi
Nicht von der Stange
Wer neue Vorhänge für seine Wohnung braucht und nicht die altbackenen Gardinen mit der Goldkante will, ist bei Osladil & Piroddi in der Schreinerstraße bestens aufgehoben. Der Laden hat eine Riesenauswahl an schönen Stoffen und wird von jungen Inhabern mit modernem Geschmack geführt.
Die meisten Leute finden Gardinen erst einmal spießig, wissen Peggy Osladil und Franco Piroddi. Doch früher oder später wollen sie dann doch irgendetwas am Fenster haben, sei es zum Sonnenschutz oder damit die Nachbarn nicht reingucken können. Dass es auch geschmackvollen Sichtschutz gibt, stellen die meisten erst bei einem Rundgang entlang der Regale mit all den bunten Stoffen für Rollos, Stores, Plissees und Vorhänge fest. Bei Osladil & Piroddi gibt es keine fertigen Vorhänge von der Stange, sondern ausschließlich maßangefertigte für das jeweilige Zimmer. Auch ungewöhnliche Formate, etwa für Erkerfenster, sind daher für die beiden Raumausstatter kein Problem. Weil viele Leute mit dem Ausmessen ihre Probleme haben mancher hat noch nie etwas von einem Lichten Maß gehört bieten Peggy Osladil und Franco Piroddi dem Kunden an, zu ihm nach Hause zu kommen und auszumessen. Obwohl das so genannte Aufmaß vor Ort kostenlos und unverbindlich ist, scheuen viele Kunden davor zurück, weil sie denken, sie würden sich dadurch zu etwas verpflichten. Aber für uns gehört das einfach zum Service wenn der Kunde dann doch nichts bestellt, haben wir eben Pech gehabt, so Peggy Osladil. Andere Kunden wissen den Rund-um-Service zu schätzen, wie der 75-Jährige, der kürzlich das komplette Programm in Anspruch genommen hat: von der ausführlichen Beratung über das Ausmessen der Fenster bis hin zum Aufhängen der maßgeschneiderten Vorhänge. In jedem Fall wird dem Kunden empfohlen, den ausgewählten Stoff erst einmal zu Hause ans Fenster zu halten. Grün ist nun mal nicht Grün, in jedem Licht sieht ein Farbton anders aus. Außerdem müssen Farbe und Muster zu den anderen Möbeln passen.
Wir können auch den eher konservativen Geschmack bedienen, aber am meisten nachgefragt werden bei uns moderne Muster, sagen die beiden Inhaber. Im Trend liegen derzeit neue Gewebe, etwa Flies. Die Farbpalette sei in den letzten Jahren enorm gewachsen. Wer will, kann das Kinderzimmer mit Totenkopfmuster dekorieren, und statt zu Brokat- oder Rüschenvorhängen greifen die meisten eher zu modernen Designs, etwa dem orientalisch anmutenden Paisley-Muster.
Aber in der Schreinerstraße 14 gibt es nicht nur Fensterschmuck, sondern auch Kissen aus eigener Herstellung, Kordeln und Bordüren, Polster und Bodenbeläge. Die Vorhänge machen jedoch einen Großteil des Geschäfts aus. Das hat sich aufgrund der Nachfrage so ergeben, erklärt Franco Piroddi.
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Akademiker ab Mitte 30, meist mit ein oder zwei Kindern, so beschreiben Peggy Osladil und Franco Piroddi ihre typische Kundschaft. Viele haben sich hier im Samariterviertel eine Eigentumswohnung gekauft oder sind in eine der frisch sanierten Altbauwohnungen gezogen. Und genau auf dieses Klientel hatten die beiden auch gesetzt, als die vor zwei Jahren den Laden eröffneten. Allerdings: Bisher laufe es etwas verhalten, berichten die studierte Juristin und der Politologe. Zu schaffen macht ihnen wie fast allen Fachgeschäften die Geiz-ist-geil-Mentalität vieler Verbraucher. Dass sich Studenten oder Hartz-IV-Empfänger keine Stoffe für 30 bis 70 Euro pro Meter leisten können, ist ihnen klar. Doch auch bei den Besserverdienenden, die sich beispielsweise auf dem Alten Schlachthofgelände ein Townhouse für 500 000 Euro gekauft haben, liegen die Kataloge des allbekannten schwedischen Möbelhauses herum. Ich habe schon erlebt, dass die Leute von mir erwarten, dass ich deren Preise noch unterbiete, erzählt Franco Piroddi. Doch mit solchen Preisen können und wollen sie nicht konkurrieren. Wir führen qualitativ hochwertige Stoffe, etwa vorgewaschene Baumwolle, die im Gegensatz zu Billigvorhängen weder in der Sonne ausbleicht noch in der Waschmaschine einläuft, erklärt Peggy Osladil. Ganz abgesehen davon, dass die Osladil & Piroddi-Fensterbekleidung eben auch nicht in jeder Wohnung anzutreffen ist.
Künftig will man verstärkt Hotels, Büros und Arztpraxen als Kunden gewinnen. Das sei zwar kein besonders kreatives Vorhaben, bringe aber Geld in die Kasse. Kürzlich konnte man sich über den Auftrag einer Volkshochschule freuen.
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Fensterbehänge der feineren Art gibt es bei Peggy Osladil und Franco Piroddi
Osladil & Piroddi GbR
Schreinerstraße 14
Tel 22 49 68-26
Fax 22 49 68-27
www.schreiner14.de
E-Mail: kontakt(at)schreiner14.de
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