Entspannt in den Tag
An allen Schultagen, jeden Morgen von 8.25 Uhr bis 8.55 Uhr, und wenn es nicht regnet, auch den Winter über, kann man unter kundiger Anleitung auf dem Boxhagener Platz Tai Chi praktizieren. Christian Ferstl betreibt seit 20 Jahren die fernöstlichen Übungen für und mit Leib und Seele: "Wer Lust hat, kommt einfach vorbei und macht mit – man braucht nicht mehr als normale Kleidung und Schuhe ohne Absätze". Das Ganze ist natürlich kostenlos.
Treffpunkt: Wiese auf dem Boxhagener Platz in Richtung Krossener Straße. Fragen an E-Mail cfe(at)gmx.de
In Zukunft Richtungsbetrieb
Die Grunderneuerung des S-Bahnhofs Warschauer Straße rückt näher. Im Zeitraum von 2012 bis 2014 werden die neuen Bahnsteige gebaut. Der S-Bahnverkehr wird künftig wie am Ostkreuz auf den Richtungsbetrieb umgestellt: Auf einem Bahnsteig halten alle Züge stadteinwärts, auf dem anderen alle auswärts fahrenden Züge. Anstelle des alten, Anfang 2005 abgerissenen Eingangsgebäudes wird ein neues an der Warschauer Brücke entstehen. Der S-Bahnhof wird mit Rolltreppen und Aufzügen behindertengerecht ausgestattet. Der heutige provisorische Zugang wird dann wieder abgebaut.
Neues Straßengefühl
Kleine Maßnahme, große Wirkung: In der Boxhagener Straße ist zwischen Warschauer und Niederbarnimstraße die Parkordnung verändert worden. Die Autos werden seit Mai nicht mehr auf den Bürgersteigen abgestellt, sondern am Fahrbahnrand. Durch den Austausch weniger Verkehrsschilder hat sich damit für die Fußgänger das Erscheinungsbild der Boxhagener Straße vollkommen verändert. Wo bisher die ohnehin nicht sehr breiten Gehwege zur Hälfte von Fahrzeugen blockiert waren, öffnen sich nun ungeahnte Bewegungsräume. Entgegen einiger Befürchtungen wird die neue Parkordnung von den Autofahrern angenommen. Kaum jemand stellt noch seinen Wagen aus Gewohnheit auf dem Bürgersteig ab. In diesem Jahr wird die Straße für rund 50 000 Euro weiter umgestaltet. Die ramponierten Gehwege werden repariert und 17 neue Straßenbäume gepflanzt. Der Umbau folgt den Ergebnissen eines Anwohner-Workshops, der im Juli 2009 vom Stadtteilbüro Friedrichshain durchgeführt wurde. Anders als damals gedacht, muss man nun davon ausgehen, dass die Straßenbahn bis auf weiteres in der Boxhagener Straße bleibt. Daher bleibt der Straßenquerschnitt so, wie er ist.
Gut zu Fuß zum Forcki
Rund um den Forckenbeckplatz wurden an vier Straßenecken in der Bänsch-, Liebig- und Zellestraße Gehwegvorstreckungen gebaut. Auch direkt vor der Musikschule in der Zellestraße und vor der Kita in der Liebigstraße wurden die Gehwege so erweitert, dass Fußgänger den Fahrdamm leichter und sicherer überqueren können. Dieses sind die letzten Straßenbaumaßnahmen, die im aufgehobenen Sanierungsgebiet Samariterviertel noch mit Stadterneuerungsmitteln bezahlt wurden. In Höhe der Bänschstraße wird noch ein Zebrastreifen über die Proskauer Straße markiert. Eine Gemeinschaftsleistung der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow ist die neue Mittelinsel in der Eldenaer Straße. Sie soll vor allem denjenigen Kindern das Überqueren der Straße erleichtern, die auf dem zu Pankow gehörenden alten Schlachthofgelände wohnen, aber Friedrichshainer Schulen besuchen. In naher Zukunft werden auch hier zusätzlich Zebrastreifen markiert.
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Eisenbahn statt Holzsteg
Die dreieckige Fläche zwischen Revaler, Matkowsky- und Simplonstraße soll zu einer öffentlichen Grünanlage mit Schwerpunkt Kleinkinderspielplatz umgestaltet werden. Für Kinder unter sechs Jahren wird es unter anderem ein Spielgerät in Form einer Eisenbahn, Wipptiere sowie eine große Schaukel geben. Die Erwachsenen können derweil Boule oder Tischtennis spielen oder sich auf einer der Sitzbänke ausruhen. Von der ursprünglichen Planung, die einen "lichten Hain" mit einem durch das Gelände führenden Holzsteg vorsah, ist man aus Sicherheitsaspekten abgekommen. Baubeginn soll im Frühjahr sein. Wenn alles glatt läuft, könnte der eingezäunte und hundefreie Spielplatz Ende 2012 fertig sein. Gleichzeitig wird im südlichen Bereich, also entlang der Bahntrasse, ein getrennter Rad- und Fußweg gebaut. Außerdem wird es einen Übergang vom Annemirl-Bauer-Platz zur neuen Freifläche geben.
Warschauer auf dem Weg
Die Umgestaltung der Warschauer Straße zwischen Warschauer Brücke und Frankfurter Tor wird weiter vorbereitet. Wie berichtet werden dort die Gehwege stellenweise verbreitert und auf den Fahrbahnen Radfahrstreifen markiert. Dazu entfallen fast alle Autoparkplätze am Straßenrand. Für die Belieferung der Geschäfte werden aber Ladezonen eingerichtet. In diesem Jahr wird noch die Beteiligung der anliegenden Grundeigentümer abgeschlossen. Der knapp 2,5 Millionen Euro teure Umbau soll 2013 fertig werden.
Tor-Retter
Die Schmucktore am Eingang der Knorrpromenade wurden vor genau 100 Jahren an beiden Enden der kurzen Straße errichtet. An der Einmündung in die Krossener Straße sind die Torbögen im Krieg zerstört worden. Die noch vorhandenen Tore an der Wühlischstraße stehen unter Denkmalschutz, doch der Bezirk hat kein Geld für den Erhalt. Die Pfeiler werden teilweise nur noch durch Metallklammern zusammengehalten, größere Teile sind schon herausgebrochen und ein Schmuckaufbau musste aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Seit März engagieren sich sieben Anwohner für die Wiederherstellung der Tore, im August haben sie dazu den gemeinnützigen Verein "KiezGestalten" gegründet. Wie man sich als Sponsor oder Spender für den Erhalt der Torbögen engagieren kann, erfährt man auf der Internetseite www.knorrpromenade.de.
Weihnachtseinkauf im Kiez
Auch in diesem Jahr findet wieder der traditionelle Weihnachtsmarkt in und um die Samariterkirche statt. Rund 40 Händler, überwiegend aus dem Kiez, präsentieren Kunsthandwerk, Kinderspielzeug, Schmuckdesign und Geschenkideen aller Art. Es gibt Bastelaktionen für Kinder und natürlich kommt auch der Weihnachtsmann. In der Samariterkirche werden Konzerte, Lesungen und ein Kinderprogramm geboten. Die "KiezWeihnacht 2011" wird bereits zum sechsten Mal vom Unternehmer-Netzwerk "Die Friedrichshainer" und der Samariter-Galiläa-Kirchengemeinde organisiert.
Weihnachtsmark
tam 10.und 11. Dezember
von 13 bis 20 Uhr
Samariterstraße 14
www.kiezweihnacht.de
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