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Frankfurter Allee 14a

Bildung im Brennpunkt

Rund um die neue Bezirkszentralbibliothek in der Frankfurter Allee 14a wird ein kleiner Bildungs-Campus wachsen. Hinter der Bibliothek entsteht eine Grünanlage, das benachbarte Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium erhält größere Sportflächen und der Bau einer neuen Kindertagesstätte steht kurz bevor.

Der Plan für die Flächenaufteilung des teilweise brachliegenden Geländes wurde im April beschlossen. Spätestens nach der Eröffnung der neuen Bezirkszentralbibliothek vor einem Jahr war es unübersehbar geworden, dass die Fläche rund um die Bibliothek für die vorgesehen Nutzungen ansprechend gestaltet werden muss.

Beim Umbau der ehemaligen Franz-Fühmann-Oberschule zur Bibliothek reichte das Geld zunächst nicht mehr für die Gestaltung eines einladenden Vorplatzes und die Herrichtung eines Bibliotheksparks. Auf der Fläche der abgerissenen Schulturnhalle ist zudem der Bau einer neuen Kita vorgesehen, weil wegen der stark ansteigenden Kinderzahlen dringend zusätzliche Kinderbetreuungsplätze benötigt werden. Alles Gründe für eine übergreifende Planung des gesamten Areals.

Der Kita-Bau steht bereits in den Startlöchern. Östlich der Bibliothek wurde dafür ein 3300 Quadratmeter großes Grundstück gebildet. Auf dem Gelände mit der Adresse Frankfurter Allee 16a wird eine Kita für 180 Kinder bis sechs Jahren entstehen. Die Spiel- und Freifläche der Kita wird bis an die rückwärtigen Grundstücksgrenzen der Häuser in der Niederbarnimstraße reichen. Träger der Kita ist die gemeinnützige GmbH "Kinder im Kiez", die in Lichtenberg, Pankow, Mitte und Treptow bereits 16 Kitas betreibt. Die Baugenehmigung ist bereits beantragt. Voraussichtlich Ende 2012 soll die neue Kita eröffnen.

Die Fläche vor der Bibliothek sieht momentan nicht sehr einladend aus. Als schnöder Parkplatz wird sie der Bedeutung der Hauptbibliothek nicht gerecht. Weil die Bordsteinkanten nicht abgesenkt sind, ist der Zugang zur Bücherei für Rollstuhlfahrer bisher nur unter Schwierigkeiten zu erreichen. Und auch für nicht behinderte Fußgänger führt der Weg über eine nur notdürftig befestigte Fläche. Um diese gröbsten Mängel abzustellen, wird das Tiefbauamt noch vor dem Wintereinbruch für eine bequeme Zugänglichkeit sorgen – zunächst provisorisch. Die endgültige Gestaltung des 2000 Quadratmeter großen Platzes soll ab nächstem Jahr in Angriff genommen werden. Er wird dann nicht nur ein Vorplatz der Bibliothek, sondern auch Zugang zur neuen Kita und zum Händel-Gymnasium sein.

 

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Der künftige Bibliothekspark liegt direkt hinter dem Gebäude. Geplant ist kein bibliothekseigener "Lesegarten", sondern eine öffentliche Grünanlage. Der knapp 1600 Quadratmeter große Park bekommt zwei Zugänge, die links und rechts an den Giebelseiten des Bibliotheksgebäudes liegen. Ob er rund um die Uhr offen zugänglich sein wird oder eventuell Eingangstore bekommt, die nachts verschlossen werden, ist noch nicht geklärt.

Hinter dem Bibliothekspark erhält das Händel-Gymnasium Flächen für den Schulsport. Zwischen der Bibliothek und der Schulturnhalle verläuft ein langer Grundstücksstreifen, der vom Hauptgebäude der Schule bis an die Rückseite der Häuser in der Niederbarnimstraße heranreichen wird. Angelegt werden hier neue Weitsprunganlagen und eine 100-Meter-Laufbahn.

Leidtragende des Umbaus sind diejenigen Anwohner, die im Anschluss an das Grundstück Niederbarnimstraße 10 einen kleinen Garten auf der bislang brachliegenden Fläche beackern. Sie hatten sich einen weitgehenden Erhalt der Fläche mit einer Anbindung an den Bibliothekspark gewünscht. Dann hätte jedoch die 100-Meter-Bahn keinen Platz gehabt. "Bei der Flächenaufteilung war der Spielraum nicht besonders groß", sagt Cathleen Koroschetz von der Sanierungsbeauftragten BSM. Der Bezirk gab schließlich den Belangen der Schule in der Konkurrenz um die Fläche den Vorrang. "Selbst damit können wir nur einen Teil des Defizits an Schulfreiflächen beheben", erklärt Cathleen Koroschetz. Obwohl das Schulgrundstück auf 10 800 Quadratmeter erweitert wird, ist der rechnerische Flächenbedarf des Händel-Gymnasiums immer noch nicht erreicht.

Die Planer sind optimistisch, dass im kommenden Jahr mit dem Umbau begonnen werden kann.

Eine Kita für 180 Kinder wird auf diesem leeren Grundstück östlich der Bezirkszentralbibliothek entstehen

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